Oku› Defter 5› Ayaz'ın nalını ve kürkünü koyduğu odayı ve yoldaşlarının kapısının sağlamlığı ve kilidinin ağırlığı yüzünden orada hazine olduğunu sanmalarının hikayesi.› Beyit 1882
M5:1882 — چشمهای نیک هم بر وی به دست / از ره غیرت که حسنش بیحدست
M5:1882
Anlam · به زبانِ تو — Kendi dilin · AI
Selbst wohlwollende Blicke können aus Eifersucht zu einer Gefahr werden, wenn sie mit einer so überwältigenden Schönheit wie der von Ayaz konfrontiert werden.
Dieser Vers ist Teil der inneren Monologe des Sultans Mahmud über seinen geliebten Diener Ayaz. Rumi beschreibt hier ein spirituelles Paradoxon: Die Schönheit von Ayaz, die ein Symbol für die göttliche Schönheit ist, die sich in einem vollkommenen Menschen manifestiert, ist so außergewöhnlich, dass sie nicht nur den Neid der Böswilligen, sondern auch eine Form von schädlicher Eifersucht (ghayrat) bei den Wohlwollenden hervorruft.
Normalerweise ist es der „böse Blick“ (chashm-i bad), der gefürchtet wird. Rumi geht hier aber noch einen Schritt weiter: Selbst „gute Augen“ (chashmhā-ye nīk) können zu einer Quelle der Gefahr werden. Konfrontiert mit einer Schönheit, die „grenzenlos“ ist, wird ihre Bewunderung von einer besitzergreifenden Eifersucht getrübt. Diese ghayrat ist eine intensive, schützende Leidenschaft, die hier jedoch negativ wirkt, da sie versucht, das Unendliche zu besitzen oder zu begrenzen.
Im Kontext der Geschichte erklärt dies, warum Ayaz so viel Misstrauen auf sich zieht. Seine spirituelle Vollkommenheit (sein „Schatz“) ist so strahlend, dass sie unweigerlich Neid und Eifersucht provoziert, selbst bei jenen, die ihn eigentlich bewundern. Der Vers dient als Brücke von der Beschreibung der inneren Vollkommenheit von Ayaz zur Erklärung der negativen Reaktionen, die diese in seiner Umgebung auslöst.
- غیرت
- Ein komplexer Begriff, der Eifersucht, schützenden Eifer, Ehrgefühl und leidenschaftliche Liebe umfasst. Im Sufismus bezeichnet es oft die „Eifersucht“ Gottes, der keine Rivalen in der Liebe des Suchenden duldet. Hier beschreibt es die besitzergreifende Reaktion, die überwältigende Schönheit selbst bei wohlwollenden Betrachtern auslösen kann.
- حسن
- Schönheit, Anmut, Güte. Im Sufi-Kontext bezieht sich *ḥusn* oft nicht nur auf die äußere Erscheinung, sondern auf die innere, spirituelle Schönheit, die eine Widerspiegelung der göttlichen Schönheit ist.
Discussion — Ask about this beyt — answered from the Masnavi, every verse cited
Your conversation stays on this device unless you share it.
What readers asked0
No questions shared yet — yours could be the first.