پڑھیے› دفتر ۳› ہوس کی وجہ سے ہاتھی کے بچے کھانے والوں کا قصّہ اور ناصح کی نصیحت نہ ماننا› بیت ۷۲
M3:72 — گفت دانم کز تجوع وز خلا / جمع آمد رنجتان زین کربلا
M3:72
معنی و شرح · به زبانِ تو — آپ کی زبان · AI
Der weise Mann erkennt das große Leid der Reisenden an und sagt ihnen, dass er versteht, wie ihr extremes Elend sie an einen Ort der Prüfung und des Schmerzes gebracht hat.
Dieser Vers ist der Moment, in dem der weise Ratgeber (der nāṣiḥ) eine Verbindung zu den leidenden Reisenden herstellt. Bevor er sie warnt, bestätigt er ihr Leid. Er zeigt Empathie, indem er ihre Not nicht nur sieht, sondern sie auch benennt: Sie entsteht aus tajawwuʿ (extremer, nagender Hunger) und khalā (Leere, Entbehrung).
Die entscheidende Metapher ist „dieses Karbala“ (zīn karbalā). Karbala ist der Ort des Martyriums von Imam Husayn und symbolisiert im persischen und islamischen Bewusstsein einen Ort extremer Prüfung, des Leidens und des tragischen Verlusts. Indem der Weise ihre Situation als „Karbala“ bezeichnet, adelt er ihr Leid und erkennt dessen Tiefe an. Er sagt nicht einfach: „Ihr habt es schwer.“ Er sagt: „Euer Zustand ist ein Ort höchster Prüfung.“
Diese Anerkennung ist psychologisch und spirituell von entscheidender Bedeutung. Nur weil er ihr Leid so tiefgreifend verstanden hat, kann er hoffen, dass sie seine anschließende Warnung – die Elefantenbabys nicht zu essen – annehmen werden. Die Warnung ist keine abstrakte Moralpredigt, sondern ein direkter Ratschlag für Menschen, die sich in einer verzweifelten Lage befinden, die er vollständig anerkennt.
- تجوع
- Ein arabisches Lehnwort (tajawwuʿ), das einen extremen, absichtlichen oder erzwungenen Hunger bezeichnet, der über gewöhnlichen Hunger hinausgeht; oft im Kontext des asketischen Hungerns verwendet.
- خلا
- Arabisch (khalā') für „Leere“, „Entbehrung“, „Nichtigkeit“. Hier bezieht es sich auf den Zustand der völligen Mittellosigkeit der Reisenden – leere Mägen, leere Hände, keine Vorräte.
- کربلا
- Karbala. Die Stadt im heutigen Irak, in der Imam Husayn, der Enkel des Propheten Muhammad, im Jahr 680 n. Chr. den Märtyrertod erlitt. In der persischen Dichtung ist sie eine starke Metapher für Leid, Prüfung, Tragödie und ungerechtes Leiden.
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