Lue› Daftar 5› Ayazin tarina ja hänen huoneensa sandaaleja ja turkista varten, ja hänen kumppaneidensa epäilykset, että huoneessa oli aarre oven lujuuden ja lukon painon vuoksi.› Säepari 1890
M5:1890 — قصهٔ محمود و اوصاف ایاز / چون شدم دیوانه رفت اکنون ز ساز
M5:1890
Merkitys · به زبانِ تو — Oma kielesi · AI
Da ich in einen Zustand ekstatischer Raserei eingetreten bin, ist die geordnete Erzählung der Geschichte von Maḥmūd und Ayāz nun durcheinandergeraten und nicht mehr zu halten.
In diesem Vers unterbricht Rumi abrupt die Erzählung, die er gerade erst begonnen hat. Er erklärt, dass sein eigener innerer Zustand – eine periodische, ekstatische „Raserei“ (dīvānegī), die er als notwendig für sein spirituelles Überleben beschreibt – ihn daran hindert, die Geschichte in einer geordneten, zusammenhängenden Weise fortzusetzen. Die Geschichte ist „aus dem Takt“ (az sāz raft) geraten, so wie ein Musikinstrument verstimmt ist und keine Melodie mehr spielen kann.
Dies ist ein typischer metapoetischer Moment im Masnavi. Rumi macht den Prozess des Dichtens selbst zum Thema. Der geordnete Fluss der Erzählung (sāz) wird von der überwältigenden Flut des mystischen Zustands (dīvānegī) mitgerissen. Für Rumi ist die authentische Wiedergabe seines spirituellen Zustands wichtiger als die Einhaltung erzählerischer Konventionen. Der Vers fungiert als Brücke, die erklärt, warum die folgende Passage möglicherweise sprunghaft oder thematisch abschweifend erscheint: Die Ekstase des Dichters hat die Kontrolle übernommen.
- محمود
- Maḥmūd von Ghazna (971–1030), ein türkischer Sultan, der in der persischen Dichtung oft als Symbol für den irdischen König oder, im Sufismus, für Gott als den göttlichen Herrscher der Seele steht.
- ایاز
- Ayāz, der Lieblingssklave von Sultan Maḥmūd. In der Sufi-Symbolik repräsentiert er den vollkommenen Geliebten, die reine Seele, die von Gott bedingungslos geliebt wird, ungeachtet ihres niederen äußeren Rangs.
- دیوانه
- Wörtlich „verrückt“ oder „rasend“. Im Sufi-Kontext bezeichnet es einen Zustand der Ekstase und göttlichen Trunkenheit, in dem die gewöhnlichen Regeln der Vernunft und des gesellschaftlichen Verhaltens außer Kraft gesetzt sind.
- ساز
- Wörtlich „Musikinstrument“, „Harmonie“ oder „Ordnung“. Der Ausdruck „az sāz raftan“ bedeutet „aus dem Takt geraten“, „verstimmt sein“ oder „in Unordnung geraten“.
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